Kreisdelegiertenversammlung in Neustadt/WN

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Führungswechsel beim CSU-Kreisverband Neustadt/WN

Kein Rückzug, keine Flucht“

Bild Onetz

Stephan Oetzinger (vorne, Sechster von links) führt jetzt den 3000 Mitglieder starken CSU-Kreisverband Neustadt. Er löst Andreas Meier (Zweiter von rechts) ab. Als neue stellvertretende Kreisvorsitzende rückt Andrea Lang (vorne, Fünfte von links) für die Landtagsabgeordnete Petra Dettenhöfer (vorne, Zweite von links) nach. Neuer Kassier ist der erst 26-jährige Michael Schiller (vorne, Dritter von link

Für Andreas Meier ist es kein normaler Abend. Er gesteht den fast 200 Delegierten, dass er aufgewühlt sei. Doch die CSU ist mit dem Führungswechsel einverstanden. Sie geht mit großem Optimismus in die bevorstehenden Wahlen.

Draußen regnet es am Freitagabend in Strömen, doch in der Stadthalle ist die Stimmung ausgezeichnet. Noch-Kreisvorsitzender Andreas Meier gibt zu, dass ihm die Rede für die Kreisvertreterversammlung Probleme bereitet habe. Lange Zeit sei er vor einem weißen Zettel gesessen. Dann scheint er doch die richtigen Worte gefunden zu haben. Nach seinem 20-minütigen Rechenschaftsbericht bekommt der Windischeschenbacher langanhaltenden Applaus.

Meier spricht über den Brexit, schildert die Ereignisse in der Türkei ("Ein Volk stimmt demokratisch für eine Diktatur") und in Amerika und den glücklichen Ausgang der Wahl in Frankreich. In diesen unsicheren Zeiten könne einem angst und bange werden. Es habe sich aber gezeigt, dass Europa ein Garant für Stabilität sei. "Wir brauchen keine Radikalen, keine Bündnisse mit rechten und Populisten. Wir brauchen aufgeklärte, engagierte Leute aus der Mitte, wie hier in der CSU."

Auch mit Blick auf den Führungswechsel im Kreisverband appelliert der Landrat an die Mitglieder, nicht nachzulassen in ihrem Engagement. Sein Wunsch: Junge Leute müssten mit einbezogen werden in die Verantwortung. "Liebe zur Heimat", gibt er als Motto aus.

Dann begründet der 39-Jährige noch einmal, warum er sich nach nur drei Jahren nicht mehr um den Kreisvorsitz bewirbt. "Das ist kein Rückzug, kein Hinwerfen, keine Flucht." Er sei auch nicht krank, wie er mehrfach angesprochen worden sei. Aber er habe 40 Ämter und Posten. Seit der Geburt seiner Tochter im August wolle er mehr Zeit für die Familie haben. "Ich hoffe auf Verständnis."

Meier schlägt als seinen Nachfolger Stephan Oetzinger vor. Trotz seines jugendlichen Alters von 32 Jahren sei der designierte Nachfolger von Petra Dettenhöfer im Landtag ein erfahrener, optimal vernetzter und profilierter Politiker mit einer großen Zukunft. Als Bürgermeister habe er bewiesen, "dass er das kann". Er sei engagiert und komme bei den Leuten an. Der Sprecher bat die Wahlmänner um ein kraftvolles, geschlossenes Votum für seinen Nachfolger.

Sie erfüllen ihm den Wunsch. Der neue Kreisvorsitzende vereint 191 von 194 Stimmen auf sich. "Ihr seid's narrisch", kommentiert Oetzinger sein Wahlergebnis. Auch wenn er nicht wie Meier vor drei Jahren 100 Prozent erhalten hat, 98,45 Prozent seien ein überwältigender Vertrauensbeweis. Das habe er bei der Jungen Union erst nach zwei Wahlen geschafft.

Der neue CSU-Chef appelliert an die Partei, Geschlossenheit zu zeigen. In nur vier Jahren stünden vier Wahlen an. "Wir wollen gemeinsam mit den Bürgern die Zukunft unserer Heimat gestalten." Die CSU sei die federführende und gestaltende politische Kraft der nördlichen Oberpfalz. Er wolle sein ganze Kraft dafür einsetzen, diese Position noch weiter auszubauen. (Im Blickpunkt)

Oetzinger neuer starker Mann

Von Martin Staffe

Wenn es darauf ankommt, demonstriert die CSU Geschlossenheit. Das bewies die Kreisvertreterversammlung am Freitagabend einmal mehr eindrucksvoll. Die Delegierten statteten den neuen Kreisvorsitzenden Stephan Oetzinger mit einem eindrucksvollen Vertrauensvotum aus.

Der erst 32-jährige Manteler Bürgermeister und stellvertretende JU-Landeschef wird, sollte er auch im kommenden Jahr in den Landtag einziehen, woran niemand zweifelt, künftig der starke Mann in der Neustädter CSU sein. Der große Beifall nach der 20-minütigen Abschiedsrede Andreas Meiers zeigte, dass die Basis Verständnis für den überraschenden Rückzug des Landrats aufbringt.

Quelle: Onetz vom 21.05.2017 (d1754059) - Text und Bild: Martin Staffe

 

Gelungener Führungswechsel beim CSU-Kreisverband Neustadt/WN

Traumstart für Stephan Oetzinger

Bild Onetz Führungswechsel

Große Freude über den gelungenen Stabwechsel in der Kreisdelegiertenkonferenz in der Stadthalle: Der scheidende CSU-Kreisvorsitzende Andreas Meier (rechts) gratuliert Nachfolger Stephan Oetzinger. Bild: Schönberger

Der Führungswechsel beim 3000 Mitglieder starken CSU-Kreisverband ist vollzogen. Neuer Kreisvorsitzender ist Stephan Oetzinger. Der Manteler Bürgermeister und designierte Landtagskandidat strahlte über ein Spitzenergebnis: 191 der 194 Delegierten gaben ihm die Stimme. Das sind 98,45 Prozent. Der Historiker und Politikwissenschaftler wird im August 33 Jahre alt. Nach nur drei Jahren kandidierte Andreas Meier - wie angekündigt - am Freitagabend nicht mehr und bat dafür um Verständnis. Der 39-Jährige möchte mehr Zeit für die Familie haben. "Das ist kein Rückzug, kein Hinwerfen, keine Flucht", versicherte der Landkreischef. Er sei auch nicht krank. Er wisse, dass es sein Nachfolger in manchen Dingen sogar besser als er machen könne. Mit dem stellvertretenden JU-Landeschef übernehme ein erfahrener, optimal vernetzter und profilierter junger Politiker mit einer großen Zukunft das Ruder im CSU-Kreisverband. Meier sieht für die Nordoberpfalz die Chance für eine goldene Ära wie zu Zeiten eines Gustl Lang, Hans Schröpf, Hans Lukas, Simon Wittmann und Ludwig Stiegler. (Bericht folgt.)

Quelle: Onetz vom 19.05.2017 (d1753811) – Tex:t Martin Staffe

 

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