Albert Rupprecht zu Besuch bei Kennametal

Positive Prognosen für Werk in Vohenstrauß

Kehrtwende bei Kennametal

Albert Rupprecht zu Besuch bei Kennametal

Uwe Faltenbacher präsentiert Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht (rechts), Kennametal-Werkleiter Mario Wild (links) und Gaby Mlnarik ein Werkzeug aus der neuesten CNC-Schleifmaschinengeneration. Bild: dob

Im Dezember 2016 sickert über die Medien durch, dass Kennametal plant, weltweit rund 1000 Arbeitsplätze abzubauen. Auch die Beschäftigten im Vohenstraußer Werk haben Angst, ihren Job zu verlieren. Sieben Monate später schaut es anders aus.

Mit einer derart positiven Prognose des Kennametal-Werkleiters Mario Wild hatte Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht bei seiner Stippvisite im Werk am Braunetsriether Weg nicht gerechnet. Die Mitarbeiter arbeiten derzeit rund um die Uhr die Aufträge ab. "Das Blatt hat sich dermaßen gewendet," freute sich Wild.

Der drohende Personalabbau konnte zumindest am hiesigen Standort abgewendet werden. Kennametal setzte eine fundamentale Restrukturierung durch. In so einem Prozess sei es nötig, zu verschlanken. Zeitgleich werde eine Modernisierung angestrebt. Das Unternehmen werde in den kommenden drei Jahren weltweit 250 bis 300 Millionen US-Dollar investieren.

Ein weiterer Punkt sei die Reduzierung der Komplexität und zwar über das komplette Unternehmen, informierte der Werkleiter, der neben Vohenstrauß auch für das Werk Königsee in Thüringen zuständig ist. Im Bereich Vertrieb wurden die Betriebsorganisationen hinsichtlich der Themen "Wie behandle ich welchen Kunden?" oder "Wie bediene ich ihn?" hinterfragt. Aber auch im Sinne der Technologie. In diesen Bereichen wurde intensiv gearbeitet und diese gelten jetzt als abgeschlossen. Die Unternehmensaktien seien von vormals unter 16 US-Dollar auf derzeit bis zu 37 Dollar angestiegen.

"Der Strategie, dem Konzept schenkt man Vertrauen." Im zweiten Halbjahr sei eine Steigerung im zweistelligen Prozentbereich bei der Produktanfrage erreicht worden, berichtete Wild, der den Abgeordneten aus Berlin mit Andreas Landgraf (Logistik), Hermann Wiesent (Finanzen) und Gaby Mlnarik (Öffentlichkeitsarbeit) empfing. Dabei blickte der Werkleiter auf das vergangene halbe Jahr zurück.

Innerhalb kürzester Zeit sei damals wegen der Veränderungen am Standort Vohenstrauß ein Aktionsplan erarbeitet worden, der konkret hieß: Ab Februar wird im 7/24-Betrieb gearbeitet. Das bedeutet, dass seither der Sonntag voll mit genutzt wird. "In dieser Zeit wurden keine fünf Sonn- und Feiertage ausgelassen", versicherte Wild. "Sieben Tage rund um die Uhr."

Der Sprecher unterstrich, dass "unsere Mannschaft extremst mitgezogen hat". Das sei ein Ritt auf Messers Schneide, aber die einzige Möglichkeit, um die Arbeitsplätze zu sichern. Kennametal investierte in den vergangenen sechs Monaten auch kräftig in den Standort mit etlichen Produktionsmaschinen der neuesten Generation. Parallel sei eine ganze Latte an "Produktivitätsprojekten" erarbeitet worden. Eines sei stets klar gewesen: "Wir können nicht dieses größere Volumen durch mehr Personal schaffen. Das war unser Beitrag."

Am Standort sei keine einzige betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen worden und man werde sie in diesem Zusammenhang auch nicht haben, versicherte Wild. Unabhängig von der Modernisierung werde der Werkzeugbauer im Oktober ein neues Produkt präsentieren, das nur in Vohenstrauß hergestellt wird.

Rupprecht präsentierte die Förderlandkarte, wenngleich die Messlatte für Zuschüsse hoch angesetzt sei. Aktuell arbeiten 316 Mitarbeiter und 33 Auszubildende im Vohenstraußer Werk, in dem die Produktionsentwicklung von Kennametal betrieben wird, jedoch keine Forschung. Die Produktivität sei in den vergangenen 4 Jahren um 30 Prozent gestiegen, sagte Wild. Deutlich über zwei Millionen Werkzeuge verlassen Vohenstrauß pro Jahr.

Das Blatt hat sich dermaßen gewendet.Werkleiter Mario Wild

Quelle: Onetz vom 31.07.2017 - d1769785, Text und Bild: Elisabeth Dobmayer

 

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